Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Orthopädische Universitätsklinik
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

ACP-Therapie (Autologes Conditioniertes Plasma)

Bei einigen Überlastungsreaktionen im Bereich des muskuloskelettalen Systems ist die Möglichkeit der Applikation von ACP (Autologes Conditioniertes Plasma) zur Linderung der Beschwerden als Therapieoption möglich. Ebenso bei beginnender Arthrose.

International hat sich dabei die Behandlung des sogenannten Tennis-Ellenbogen, Epicondylitis humeri radialis als auch die Behandlung des Golfer-Ellenbogen, Epicondylitis humeri ulnaris und die Behandlung der schmerzhaften Achillessehne (Achillodynie) durchgesetzt.

Weniger erfolgsversprechend jedoch als probatorische Therapie durchaus in Erwägung zu ziehen, ist die Therapie auch bei beginnender Arthrose beispielsweise im Bereich des Kniegelenkes oder im Bereich des Sprunggelenkes als auch die Behandlung einer schmerzhaften Kalkschulter (Tendopathia calcarea).

Es handelt sich bei der angebotenen Therapiemaßnahme um ein proliferationsförderndes Verfahren, d.h. man setzt auf Selbstheilungsprozesse! Bei Überlastungsprozessen im Bereich von Muskel und Gelenken als auch bei der Arthroseentstehung unterliegen die Heilungsprozesse eines verletzten oder entzündeten Gewebes komplexen präzisen geregelten körpereigenen Vorgängen. Eine wichtige Rolle dabei spielen die Thrombozyten (Blutplättchen). Am Ort der Verletzung setzen diese Wachstumsfaktoren frei, die den Wiederaufbau des verletzten Gewebes initiieren und schmerzhafte Entzündungsvorgänge hemmen.

Auf dieser Erkenntnis beruht die ACP-Therapie, dessen hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren die körpereigene Heilung unterstützt. Der Behandlungsablauf stellt sich so dar, dass dreimalig im wöchentlichen Abstand Blut aus der Armvene (ca. 10 ml) entnommen wird. Danach wird in einer Spezialzentrifuge ein Trennverfahren zur Gewinnung der körpereigenen Wirkstoffe durchgeführt. Nach Durchführung des Trennverfahrens werden die Wirkstoffe in die betroffene Region per Injektion eingebracht (ca. 3 ml).

Der Vorteil für den Patienten liegt in der ambulanten Durchführbarkeit des Verfahrens im geringen zeitlichen Aufwand (ca. 30 min pro Anwendung) und darin, dass es sich um körpereigene und dadurch verträgliche Wirkstoffe handelt.

Da dieses Verfahren von den Gesetzlichen Krankenkassen bislang noch nicht getragen wird, wird diese Therapie als teilweise IGEL-Leistung (Selbstzahlerleistung) in der Orthopädischen Universitätsklinik angeboten. Unter Berücksichtigung der Kostenfaktoren (Zentrifuge, Thrombozytenfilter, Handschuhe etc.) ergibt sich für die Behandlung bestehend aus 3 Injektionen ein Gesamtpreis von ca. 250 €.

Die Aufklärung über die Therapiemethode, den Ablauf der Therapie und mögliche Kontraindikationen erfolgt in der ACP-Sprechstunde montags zwischen 14.00 und 15.30 Uhr in der Ambulanz der Orthopädischen Universitätsklinik, OÄ Dr. Rudolf. Eine kurzfristige Terminvergabe kann zugesichert werden.

Prof. Dr. med. C. H. Lohmann                                            Dr. med. M. Rudolf
Klinikdirektor                                                                     Oberärztin

Literatur:

Cerza@elAJSM2012
Deans@elJFAS2012
Hausinterne Studie zur Wirksamkeit von ACP bei Epicondylitis humeri ulnaris

Letzte Änderung: 27.07.2015 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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